Wetzlarer
Kunstverein

Berichte über Vereinsaktivitäten


Jubiläum 2004
Wetzlarer Kunstverein
Die Eröffnung der
"Jedermann-Ausstellung" läutet Jubiläumsjahr des Wetzlarer Kunstvereins ein


Großer künstlerischer Bogen von passiven Mitgliedern vorgestellt


Wetzlar (lad). Ein passives Mitwirken in einem Verein, heißt nicht, nur unterstützend bei der Präsentation dessen erarbeiteter Früchte beteiligt zu sein. So beweisen elf passive Mitglieder des Wetzlarer Kunstvereins (WKV), dass sie sich zwar nicht dort und in vorderster Front, aber sehr wohl auch für sich selbst aktiv und praktisch mit dem Gegenstand ihres Vereins, der Kunst, auseinandersetzen.

Die in ihrer Freizeit entstandenen künstlerischen Werke, darunter Zeichnungen, Malereien, Plastiken und Fotografien, zeigen sie nun in der "Jedermann-Ausstellung" in der Galerie (1. Obergeschoss) im Neuen Rathaus (Ernst-Leitz-Straße). "Auch die Passiven können sehr aktiv sein, aber sie machen das dann für sich, nicht für andere und erst gar nicht für den Markt", betonte Gert Heiland, zweiter Vorsitzender des WKV, in seinen einführenden Worten zur Eröffnung der Ausstellung. Aber diesmal präsentieren sie sich auch einmal der Öffentlichkeit, manche von ihnen sogar zum ersten Mal. Denn das 40-jährige Bestehen des WKV ist der Grund dafür.

Diese Ausstellung bildet nunmehr den Auftakt für noch weitere folgende Ausstellungen und Vorträge des WKV im Rahmen seines Jubiläumsjahres. Rund 100 Gäste konnten Oberbürgermeister und Kulturdezernent Wolfram Dette (FDP) und die erste Vorsitzende des WKV, Margret Uellenberg, begrüßen. "Ich hätte Antragsformulare mitbringen sollen", bemerkte Heiland scherzhaft angesichts der unerwartet hohen Zahl an Publikum und Vertretern der Lokalpolitik.

Zu den ausstellenden Freizeitkünstlern gehören Inge von Bülow, Roger de Ceuninck, Elke Frey, Marga Hahlgans, Gert Heiland, Karin Löwer, Ulrike Sott, Liane Talarowski, Iris Trenkler, Else Wagner und Wolfgang Werneburg. Mit ebenso großer Vielfalt an Techniken, Stilen und Motiven haben sie versucht, Schönes und Aussagekräftiges zu erschaffen. Da reihen sich abstrakte Studien neben Naturmalereien, kleine Tierplastiken neben Steinskulpturen, Fotografien fangen mediterrane Stimmungen ein oder zeigen spannende Bildkompositionen. Zeugen manche Arbeiten von ersten künstlerischen Gehversuchen, stehen andere in ihrer Intension und Darbietung manch professioneller Schöpfung in kaum etwas nach.

Da sind etwa die abstrakten Bilder von Karin Löwer. Stets in quadratischem Format und jeweils in eine dominierende Farbtönung getaucht zeichnen sich in ihnen kontrastierende symbolische Formen ab. Besonders wirken Löwers Arbeiten dann nebeneinander als Serie. Marga Hahlgans dagegen hat sich in ihren Acrylmalerein eher der Landschafts- und Naturmotivik verschrieben. Doch ihre "Östlichen Impressionen" oder "Am See" scheinen ihren Reiz gegen blasse Ideen eingetauscht zu haben. Darüber hinaus hat Hahlgans jedoch ihre künstlerische Vielfältigkeit mit entsprechend vielen Exponaten unterstrichen. Zahlreiche Plastiken, vor allem Tiere aus Ton, aber auch die Steinsäule "Bergwerksmotive" aus drei Würfeln, ein "Greifenstein"-Fenster oder eine an Naturgottheiten erinnernde "Denker"-Plastik in affenähnlicher Gestalt gehören dazu.

Farbige Urlaubserinnerungen mit besonderen Blick für Szenerien und Situationen hat Ulrike Sott in ihren Fotografien eingefangen: Französisches dörfliches Kleinod wird idyllisch abgelichtet. Gert Heiland hingegen komponierte in einer seiner drei Fotografien ausgesprochen gut mit farblichen Flächen und Linien: Fast das ganze Bild ausmalende aufragende Brückenpfeiler werden durch kontrastierende Bildelemente durchbrochen.

Die "Jedermann-Ausstellung" kann noch bis zum 5. März 2004 besichtigt werden. Öffnungszeiten: Montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr. Der Eintritt ist frei.


Schnappschüsse von der Vernissage
 

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