Wetzlarer
Kunstverein

Berichte über Vereinsaktivitäten


Jubiläum 2004
Wetzlarer Kunstverein
Galerie des Kunstvereins eröffnet


Fünf "Gründer" bestreiten die erste Ausstellung im eigenen Domizil


Wetzlar. "Fünf Künstler, die diesen Verein einst mit ins Leben riefen", so Gert Heiland, 2. Vorsitzender des Wetzlarer Kunstvereins (WKV), bestreiten die erste Ausstellung des Vereins in dessen ersten eigenen Räumen. Die Eröffnung von Galerie wie Ausstellung fand am Sonntagvormittag im Alten Rathaus statt.


Drei der Aussteller waren anwesend: Dieter Mulch, Heinrich Janke und Hein Ufer (von links).
 

Etwa 80 Kunstfreunde waren gekommen, darunter die Vorstände des Neuen Gießener Kunstvereins, des Oberhessischen Künstlerbundes und des Marburger Kunstvereins. "Das Alte Rathaus wird damit auch ein Stück weit kultureller Begegnungsort in dieser Stadt", sagte Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP), der es sich nicht nehmen ließ, den WKV zu seinen Räumen zu beglückwünschen. "Mit dieser Galerie zieht ein belebendes Element in das Alte Rathaus", so der OB. 40 Jahre besteht der WKV, 40 Jahre war es ein Wunsch, in eigener Galerie schalten und walten zu können, nicht nur immer Gast zu sein in Kreis- oder Stadthaus. In der Hauser Gasse 17 ist dies nun möglich. Nach Monaten ehrenamtlicher und bezahlter Arbeit von Mitgliedern und Handwerkern beginnt mit dieser Ausstellung für den Kunstverein eine neue Ära.

Drei kleinere Räume nennt der WKV sein Eigen. Im ersten Raum empfangen Werke des heutigen Wahlberliners Hein Ufer die Besucher. Auf der Basis bekannter Arbeiten alter Meister, wie etwa "Waterloo-Bridge" von Monet, die er immer wieder auf einander zu schichten scheint, schafft Ufer neue Kunst, die Stimmungen der vertraut geglaubten Werke ganz neu heraus arbeiten.

Heinrich Janke ist in allen drei Räumen mit seinen scheinbar schlichten Skulpturen vertreten. Bei aller Stilisierung stehen "Robbe", "Fisch" und "Antilope" doch sehr realistisch vor den Besuchern. Mit dem Aquarell "Im Morgenlicht" aus dem Jahr 1987 ist Hanneliese Fischer als einzige Dame unter den Gründervätern vertreten. Ihr Mann Alfred Georg Fischer ist mit Geschichten vertreten, die er in Aquarell erzählt.

Der fünfte Künstler in der Eröffnungsausstellung ist Dieter Mulch, dessen realistische Acrylarbeiten einen faszinierend distanzierten Blick auf bekannte oder doch bekannt erscheinende Örtlichkeiten, wie eine Verkehrsinsel, eine Bushaltestelle oder eine Landstraße werfen.

Die Vielseitigkeit der Exponate steht durchaus für die Vielseitigkeit des Wetzlarer Kunstvereins, die der Verein in den kommenden Jahren - bislang ist ihm die Galerie zwei Jahre sicher - beweisen will. So ist geplant, gemeinsam mit der Galerie am Dom, Werke von Elvira Bach zu zeigen. Auch Heinz Kreutz ("Frankfurter Quadriga") wird in der neuen Galerie im Alten Rathaus vertreten sein.

Neben auswärtigen Künstlern werden natürlich auch die Aktiven des Vereins präsentiert. So wollen Anne Held und "Picho" 2005 eine gemeinsame Ausstellung realisieren. Die Premiere ist noch bis zum 7. November 2004 im Alten Rathaus, Hauser Gasse 17, zu sehen. Öffnungszeiten: Freitag 16 bis 19 Uhr, Samstag 11 bis 14 Uhr und Sonntag 10 bis 13 Uhr. Eintritt frei.

Klaus-J. Frahm in der "Wetzlarer Neuen Zeitung"


 
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